Mechelner

Früher stellte das Mechelner Huhn eine hohe wirtschaftliche Bedeutung als Fleischhuhn dar bis es von modernen Masthybriden abgelöst wurde. Mittlerweile gehört es zu den vom Aussterben bedrohten Hühnerrassen. Es entstand ursprünglich aus den „Vlaamse Koekoek“ (flämischer Kuckuck), einer gesperberten Landrasse unter Einkreuzung der schweren Brügger Kämpfer. Das belgische Nationalhuhn wurde nach dem Ort seiner Herkunft benannt, der flämischen Stadt Mecheln. Offiziell anerkannt wurde das Mechelner Huhn in Belgien im Jahr 1898.

Üblicherweise ist das Mechelner Huhn gesperbert, kann aber auch in weiß vorkommen. Durch die lockere Befiederung wirkt die gesperberte Zeichnung der Mechelner dabei sehr weich und weniger scharf abgegrenzt, als bei anderen gesperberten Hühnerrassen. Die Hennen sind dunkler als die Hähne. Die Läufe sind befiedert. Der Kamm, die Kehl- und Ohrlappen, sowie das Gesicht, die allesamt in leuchtendem Rot. Die Augen sind orangerot und der Schabel hornfarbig.

Das Mechelner Huhn ist ein typvolles Fleischhuhn. Fülle, Tiefe und Breite des Körpers lassen schon auf den ersten Blick die gute Fleischleistung vermuten. Ihr Erscheinungsbild ist dabei zwar wenig grazil, dafür strahlen sie eine enorme Gemütlichkeit aus. Die Hähne der Mechelner bringen es dabei auf ein Gewicht von 4 – 5 kg, die Henne wiegt mit 3 – 4 kg geringfügig weniger.

 

Die Rasse gilt als überaus frohwüchsig und hervorragend mästbar, verfügt aber auch über eine sehr gute Legeleistung von rund 150 Eiern im Jahr. Dabei ist es weder hektisch noch scheu und wird schnell zutraulich. Bedingt durch das hohe Körpergewicht ist das Mechelner Huhn ein schlechter Flieger, die Zaunhöhe kann dementsprechend niedrig gewählt werden. In der Haltung sind Mechelner ähnlich wie beim Futter relativ anspruchslos. Sie zählen zu den fleißigen Futtersuchern, die das Futter zudem hervorragend verwerten können und entsprechend schnell viel Fleisch ansetzen. Ihrer Robustheit ist es zu verdanken, dass sie auch bei rauhen klimatischen Gegebenheiten nicht kränkeln.